stadtgeschichte

Schon in der Steinzeit ist das Gebiet um den Stadtberg herum besiedelt. Im Laufe der Zeit dehnt sich die Ansiedelung bis ins Tal hinunter.
Im 1.-5. Jahrhundert befindet sich hier die Römersiedelung Iavavum. Die Siedelung erhält 45 n.Chr. Von Kaiser Claudius das Munizipalrecht. 171 wird die Römerstadt von den Markomannen und Quaden zerstört, die Römer errichten sie wieder und bleiben bis 488. Der Rest der Bevölkerung bleibt in dem Gebiet des Festungs- und Nonnenberges.
696 erhält die Stadt Besuch vom Bischof Rupert von Worms. Der Herzog von Bayern schenkt diesem 699 die erhaltenen Reste der Römersiedelung. 739 wird Salzburg schließlich selbst zum Bischofssitz.
Ab 755 wird zum ersten Mal von "Salzburg" gesprochen, und schon 798 lässt sich eine weitere kirchliche Organisation in der Stadt nieder, der Metropolit der bayerischen Kirchenprovinzen.
Salzburger Erzbischof wird von Kaiser Otto III. mit Markt- Münz-, und Mautrecht ausgestattet.
1077 wird durch Erzbischof Gebhard die Festung Hohensalzburg erbaut.
1166 verhängt Kaiser Friedrich Barbarossa die Reichsacht über das Erzstift Salzburg. Der Grund dafür war, dass Erzbischof Konrad II. ohne kaiserliche Belehnung die Herrschaft in Salzburg übernahm.
Aus Folge dieses Streites legt ein Sympatisant des Kaisers 1167 einen Großbrand in der Stadt. Durch diesen wird vieles zerstört.
Dem staufischen Parteigänger, Erzbischof Eberhard II., gelang es in den Jahren 1200-1246 ein geschlossenes geistliches Fürstentum aufzubauen unter erzbischöflicher Führung.

Das Stadtrecht wird 1287 zum ersten Mal schriftlich niedergeschreiben, so kann jeder der Lesen kann, einsehen wie die Rechtssprechung der Stadt ist.
Die Pest verschont auch Salzburg nicht und in der Epedemie von 1348/49 fällt ihr ein Drittel der Gesamtbevölkerung zum Opfer.
Mitte des 14. Jahrhunderts ist Salzburg entgültig nicht mehr mit Bayern verbunden, politisch gesehen ist es ein geistliches Fürstentum im Hl. Röm. Reich dt. Nation.
1407 erwirbt die Stadt das Rathaus.
1481 erhält Salzburg das Recht zur freien Wahl des Stadtrats und des Bürgermeisters durch den Ratsbrief des Kaiser Friedrich III.
Doch dieses Recht besteht nicht lange, denn 1511 greift Erzbischof Leonhard von Keutschach mit Gewalt gegen das Magistrat ein. Er nimmt den Bürgermeister und den Stadtrat gefangen und erzwingt somit den Verzicht auf die städtischen Privilegien.
Der Salzburger Bauernkrieg 1525 zwang den Erzbischof in die Hohensalzburg zu flüchten, weil die Stadt von den Aufständischen besetzt wurde.
Ab 1600 beginnen zahlreiche Baumaßnahmen zur Barockisierung des Stadtbildes. (Schloss 1736-1738)
Am 30 jährigen Krieg nimmt Salzburg, dank der Neutralitätspolitik des Erzbischofs Paris Graf von Lodron nicht teil.
Die
Universität kommt auf die Initiative von Fürsterzbischof Paris Lodron 1622 in die Stadt.
1731 müssen die 20.000 protestantischen Einwohner die Stadt verlassen, weil der Erzbischof das Emigrationspatent durchsetzt.
1756 wird Wolfgang Amadeus Mozart in der Getreidegasse 9 geboren. Von 1769-1787 steht er in den Diensten der Erzbischöfe.
Salzburg fungiert 1772-1803 als Zentrum der Spätaufklärung. Somit wird das Schulwesen reformiert und man holt Künstler und Wissenschaftler in die Stadt.

Mit dem Reichsdeputationsbeschluss verlieren die Erzbischöfe die weltliche Regierungsgewalt. Somit wandert das Fürstentum 1803 an den Großherzog Ferdinand III, der Toskana. Aber dort verbleibt die Stadt nicht länger als 2 Jahre, denn schon 1805 wird es mit Berchtesgaden in das neue Kaiserreich Österreich eingegliedert. Nun verliert es auch seine Residenzfunktion.
Die Herrschaft wechselt 1810 wieder eneut und das Salzburgerland kehrt nach Bayern zurück.
Nach dem Wiener Kongress 1813 wird vereinbart, dass Berchtesgaden bei Bayern bleibt und Salzburg mit ein wenig Umland wieder östereichisch wird. Dort wird es ein Teil Oberösterreichs und wird bis 1850 von Linz aus verwaltet. 1850 wird Salzburg selbstständiges österreichisches Kronland und erhält eine Statthalterei.
Die, der Ausbreitung der Stadt im wegstehende, Stadtmauer wird 1860 abgerissen. Der Bahnhof wird 1860 eröffnet. Eine Straßenbahn ("die gelbe elektrische") fährt zum allerersten Mal 1909.
Das Mozarteum eröffnet 1914 und 1919 gibt es zum ersten mal Wahlen nach allgemeinem Wahlrecht.
1920 beginnt die Tradition der Salzburger Festspiele.
Zu dem Bahnhof kommt 1926 der Flughafen in Maxglan.
1938 erfolgt der Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland, damit wird die Deutsche Gemeindeordnung in Salzburg eingeführt.
1939 erweitert sich die Stadt um die umliegenden Gemeinden Morzg, Leopoldskron und Aigen.
Der Betrieb der "gelben elektrischen" wird eingestellt, stattdessen fahren jetzt Obusse durch die Straßen.

Im Krieg wird Salzburg bombadiert und 1945 erfolgt die kampflose Übergabe der Stadt an die amerikanischen Streitkräfte.
Diese setzen sogleich Bürgermeister und Beiräte ein, damit die politische Ordung schnell wiederhergestellt wird.
1950 leben zum ersten Mal 100.000 Einwohner in der Stadt.
Die Verkehrswege werden weiter ausgebaut, ab 1953 ist der "Griesgassen-Durchbruch" befahrbar.
1960 wird das große Festspielhaus eröffnet, das kleine Festspielhaus folgt 1963.
1962 wird die Universität neugegründet.
Ab 1967 gibt es die Opernfestspiele in der Stadt.
Das Mozarteum wird 1971 zur Hochschule erhoben.
Die Altstadt wird 1973 zur Fußgängerzone, Autos müssen ab jetzt draußen bleiben.
Die Universität bekommt einen Neubau (1978-1986) für ihre naturwissenschatliche Fakultät.
1985 erhält Salzburg eine Bundespolizeidirektion und zwei Jahre später eine Finanzlandesdirektion.
Die Kulturszene der Stadt wächst stetig weiter, mit dem Literaturhaus (1991) und dem Rockhouse (1993).
1996 nimmt die UNESCO die Salzburger Altstadt in die Weltkulturerbe-Liste auf.
Die Hochschule Mozarteum wird zur Musik-Universität.
Auch die große Politik kehrt ein nach Salzburg und durch den Weltwirtschaftsgipfel 2001 verwandelt sich die Stadt in einen Hochsicherheitstrackt.
Die erste Private Medizinische Universität (PMU) in Österreich öffnet, nach vielen Streitigkeiten, schließlich 2003 ihre Pforten. Eine weitere Neuheit eröffnet 2003, nämlich das Stadion wals-Siezenheim. In diesem wird, im Zuge der EM 2008 in Österreich und der Schweiz, ein Fußballspiel stattfinden.